Laut einer GoTo-Studie befürchten 83 % der Beschäftigten, aufgrund eines KI-Fehlers entlassen zu werden.

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September 15, 2026
Globale Umfrage deckt eine wachsende KI-Vertrauenslücke auf: Beschäftigte sparen mit KI über 2 Stunden pro Tag, aber mangelnde Governance schürt Angst und führt zu Missbrauch und verpassten Chancen
GoTo, führender Anbieter für Cloud-Kommunikation und IT, hat heute neue Erkenntnisse aus seiner Studie veröffentlicht: „The Pulse of Work in 2026: Opportunity, Risk, and Responsibility in an AI-Driven Workplace“. Der Bericht fasst die Ergebnisse einer Umfrage unter 2.500 Beschäftigten und IT-Führungskräften weltweit zum Einsatz von KI und zur Einstellung gegenüber KI zusammen, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Workplace Intelligence durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse unterstreichen sowohl die Chancen als auch die Risiken von KI am Arbeitsplatz. Beschäftigte, die KI nutzen, schätzen, dass sie durchschnittlich 2,3 Stunden pro Tag einsparen. Dies unterstreicht das Potenzial der Technologie, die Produktivität zu steigern und Routinetätigkeiten zu reduzieren. Doch ohne klare Leitlinien fällt es Beschäftigten schwer, mit den Risiken umzugehen: 83 % befürchten, sie könnten für einen KI-Fehler zur Verantwortung gezogen oder sogar entlassen werden, und 31 % geben an, aus diesem Grund gezögert zu haben, KI einzusetzen. Das Problem ist insbesondere für kleinere Organisationen akut: Nur 24 % der kleinen Unternehmen und 36 % der mittelständischen Unternehmen geben an, über eine KI-Richtlinie zu verfügen, verglichen mit 53 % der Großunternehmen. Damit haben die meisten Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) keine klaren Vorgaben zur sicheren Nutzung dieser Tools, was die Bedenken weiter verstärkt.
Die Daten zeigen zudem, dass Ängste vor KI-Fehlern nicht unbegründet sind. Etwa jede vierte IT-Führungskraft gibt an, dass KI bereits Fehler gemacht hat, die sich negativ auf Kunden oder Auftraggeber ausgewirkt haben (25 %) oder finanzielle Folgen für das Unternehmen hatten (23 %). Selbst in Unternehmen, die noch nicht betroffen waren, geben fast alle IT-Führungskräfte (91 %) an, sie seien besorgt, dass KI künftig Fehler macht und dadurch ihre Organisation beeinträchtigt.
„Unsere Untersuchung markiert einen Wendepunkt für Unternehmen“, sagt Rich Veldran, CEO von GoTo. „Allein in den USA bietet sich eine Chance auf mehr als 2,9 Billionen USD* an potenziellen Effizienzgewinnen, die durch den effektiven Einsatz von KI realisiert werden können. Doch ohne klare Leitlinien wird dieses Potenzial durch Unsicherheit, Fehlanwendung und ungelöste Risiken geschmälert. Die Unternehmen, die diese Lücke durch klare Verantwortungsstrukturen, Schulungen und Richtlinien schließen, die den Beschäftigten Vertrauen vermitteln, werden nicht nur die Einführung beschleunigen, sondern sich auch einen Vorsprung verschaffen.“
Weitere wichtige Erkenntnisse:
- Während einige Beschäftigte Angst haben, für KI-Fehler verantwortlich gemacht zu werden, nutzen andere ihre aktuellen Beschränkungen aus. 26 % der Beschäftigten geben an, dass der Einsatz von KI es ermöglicht, echte Verantwortung bei der Arbeit zu vermeiden, und 25 % sagen, es sei sicherer, der KI die Schuld zu geben, als eigene Fehler einzugestehen. Bereits 17 % der Beschäftigten geben zu, einem KI-System für einen von ihnen verursachten Fehler die Schuld gegeben zu haben.
- Selbst wenn es KI-Richtlinien gibt, wird wenig für eine verantwortungsvolle Nutzung getan. 84 % der Beschäftigten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen mehr tun könnte, um den verantwortungsvollen Umgang mit KI zu fördern. Infolgedessen geben 55 % zu, dass sie KI-Ergebnisse nicht immer überprüfen oder gegenprüfen, selbst bei Aufgaben mit hohen Risiken, und 43 % geben an, dass sie KI-Ergebnisse verwendet haben, obwohl sie der Meinung waren, dass diese von geringer Qualität seien, oder den Verdacht hatten, dass sie Fehler oder erfundene Informationen enthalten könnten.
- Sorgen um die eigene Arbeitsleistung und der Druck, KI einzusetzen, führen zu Fehlanwendungen dieser Tools. 60 % der Beschäftigten geben an, sich unter Druck gesetzt zu fühlen, KI einzusetzen, um ihre Produktivität zu steigern. Fast die Hälfte (47 %) gibt an, dass der Einsatz von KI in ihren Leistungsbeurteilungen eine Rolle spielt, und 42 % sagen, sie würden lieber Fehler mit KI riskieren, als „langsam" oder „ersetzbar" zu erscheinen.
- Einige Beschäftigte sagen, ihre Bedenken hinsichtlich KI werden unter den Teppich gekehrt oder sie trauen sich nicht, ihre Meinung zu äußern. 31 % geben an, dass am Arbeitsplatz ein unausgesprochener Druck herrscht, der KI zu vertrauen und ihre Fehler zu verschweigen. Alarmierend ist, dass 14 % KI-Fehler einem Vorgesetzten oder einer Führungskraft gemeldet haben, aber angewiesen wurden, darüber zu schweigen.
- KMU setzen auf agentenbasierte KI, ohne ausreichend darauf vorbereitet zu sein. 46 % der kleinen Unternehmen nutzen bereits agentenbasierte KI oder testen sie in Pilotprojekten, verglichen mit 70 % der Großunternehmen. Gleichzeitig geben 38 % der IT-Führungskräfte in KMU an, dass sie sich nicht ausreichend darauf vorbereitet fühlen, diese sicher zu verwalten. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Großunternehmen (14 %).
- Während KI immer mehr Routinetätigkeiten übernimmt, gewinnen einzigartige menschliche Fähigkeiten zunehmend an Wert. Mehr als die Hälfte (52 %) der Beschäftigten nennt kreatives Denken und Anpassungsfähigkeit als die wichtigsten Kompetenzen, die es zu erhalten gilt. Unternehmen, die in diese Fähigkeiten parallel zur Einführung von KI investieren, sind am besten darauf vorbereitet, den Wert von KI voll auszuschöpfen.
„Wir beobachten einen neuen Druck in der Arbeitswelt: Beschäftigte haben das Gefühl, KI nutzen zu müssen, um nicht als ersetzbar zu gelten, fürchten aber zugleich Konsequenzen, wenn Fehler passieren. Diese Kombination führt zwangsläufig zu einem Umfeld, in dem KI leichtsinnig eingesetzt wird“, so Dan Schawbel, Managing Partner bei Workplace Intelligence. „Viele Unternehmen beschleunigen die Einführung von KI, ohne die erforderlichen Schulungen, Richtlinien und den Support bereitzustellen, damit Beschäftigte diese Tools effektiv einsetzen können. Die Unternehmen, die diese Lücke schließen, werden am besten positioniert sein, das volle Potenzial von KI auszuschöpfen und gleichzeitig eine produktivere und selbstbewusstere Belegschaft aufzubauen.“
Methodik
Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage, die von GoTo und Workplace Intelligence zwischen November 2025 und Januar 2026 durchgeführt wurde. Insgesamt haben 2.500 Beschäftigte weltweit an der Umfrage teilgenommen, darunter 1.250 angestellte Wissensarbeiter und 1.250 IT-Entscheidungsträger. Die Umfrage richtete sich an Befragte in den USA, in Kanada, im Vereinigten Königreich, in Irland, Deutschland, Österreich, in der Schweiz, in Indien, Mexiko und Brasilien.
Über GoTo
GoTo, der führende Anbieter für Cloud-Kommunikation und IT, hat sich der Gestaltung einer Arbeitswelt ohne Grenzen verschrieben. Mit den Flaggschiffprodukten GoTo Connect, LogMeIn Resolve und LogMeIn Rescue bietet das GoTo-Portfolio sichere, zuverlässige und KI-fähige Lösungen, die für kleine und mittelständische Unternehmen einfach zu übernehmen und für Unternehmen weltweit skalierbar sind. GoTo verbessert kontinuierlich die menschlichen Erfahrungen für KI-fähige Arbeitskräfte, und das bei Hunderttausenden von Kunden. Der Firmensitz befindet sich in Boston, Massachusetts. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund 1 Milliarde USD und beschäftigt etwa 2.500 Mitarbeitende in Nordamerika, Südamerika, Europa, Asien und Australien.
Über Workplace Intelligence
Workplace Intelligence ist eine mehrfach ausgezeichnete Beratungs- und Forschungsagentur mit Fokus auf die Arbeitswelt. Wir unterstützen Unternehmen und ihre Führungskräfte dabei, ihr Arbeitsumfeld mithilfe von Primärdaten, Erkenntnissen und Interviews aussagekräftig, relevant und wirkungsvoll darzustellen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website. Sie können außerdem unseren Insider-Newsletter abonnieren.
Medienkontakt
Jen Mathews
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+1 617-279-2443
* Es wird angenommen, dass es in den USA 102.525.000 Wissensarbeiter (Quelle: Federal Reserve Economic Data) mit einem Stundenlohn von 44,08 USD (Quelle: Federal Reserve Economic Data) gibt, die durch den Einsatz von KI wöchentlich 13 Stunden einsparen könnten.


